Vollverkleidete LiegeräderNeben Radtouristiken, Marathons und Jedermannrennen gibt es noch weitere Radsportveranstaltungen. In den letzten Jahren hat sich bei den Radsportfreunden ein Kreis gebildet, der sogenannte Brevets (Prüfungen) fährt. Im Unterschied zu einer RTF ist die Strecke hier nicht ausgeschildert, man fährt nach einem ausgedruckten Streckenplan. Feste Kontrollen mit Verpflegung gibt es nicht, die Stempel auf den Kontrollkarten muss man sich z.B. in Tankstellen oder Imbissbuden holen. Ein weiterer Unterschied ist die Streckenläge. Brevets fangen dort an, wo die RTFs aufhören. Zwischen 200 und 1200 km müssen in einer vorgegebenen Zeit absolviert werden.
Am 13. März war es wieder so weit. Die erste Ausfahrt in diesem Jahr, von Wankum nach America und zurück, stand auf dem Programm. Nein, es ging nicht über den großen Teich, dieses America liegt in den Niederlanden. Zusammen mit über 90 anderen Langstreckenfahren machten sich 5 Radsportfreunde auf die 200 km lange Strecke.

Radsportfreunde in AmericaLangstreckenräder müssen für Nachtfahrten ausgerüstet sein, und so unterschied sich der Anblick am Start von einer normalen RTF. Gepäckträger, Lenkertaschen und Lichtanlagen statt blankem Carbon. Sogar 3 vollverkleidete Quest-Liegeräder sind angetreten. In den letzten Jahren hatte sich dieses Auftaktbrevet durch die ungemütlichen Wetterverhältnisse einen legendären Ruf erarbeitet, aber in diesem Jahr gab es nur etwas Sprühregen auf den ersten 80 km bis zur Kontrolle 1. Dort, in Nederweert wurde eine Bäckerei gestürmt um Verpflegung einzukaufen und die Kontrollkarten abstempeln zu lassen. In einem weiten Bogen ging es um Helmond herum und nun mit auffrischendem Rückenwind weiter nach America. Als Kontrollpunkt wird dort eine echte Holländische Frittenschmiede benutzt. Nach einer Stärkung mit Pommes special wurden die letzten 60 km in Angriff genommen. Außer einigen Autobahn- und Kanalbrücken waren zwar keine großen Steigungen zu bewältigen, aber die Holländischen Berge (Gegenwind) sind auch nicht zu unterschätzen. Nach insgesamt 10 Stunden (incl. Pausen) waren die Radsportfreunde im Ziel und ließen es sich nach einer Dusche noch bei Speisen und Getränken gutgehen.

Mit Trainingsrückstand nach diesem langen Winter waren alle mit Ihren Leistungen zufrieden und freuen sich schon auf die nächste Tour am 27.3. Auf den Spuren von Napoleons geht es dann über 300 km zur Pyramide von Austerlitz.

Aktualisiert ( Donnerstag, 25. März 2010 um 21:29 Uhr )